Export

Bis zu 15 % der Anbaumenge im Kernobstbereich wird exportiert. Klassische Exportländer sind die skandinavischen Länder und Rußland. Aber auch in andere Regionen in Europa, im nahen Osten und in Übersee wird geliefert. Der Transport erfolgt bei Überseeware vorrangig über die Häfen Hamburg, Rotterdam und Antwerpen gemäß der gängigen Incoterms der ICC. Märkte in Skandinavien und Osteuropa werden in der Regel direkt über den Landweg mit Sattelzügen von Spediteuren angefahren, z.T. auch über die Fährhäfen in Lübeck oder Kiel.

Mehrere Apfelsorten wie z.B. Red Prince, Gloster, Jonagold und Jonagored sind aufgrund der hervorragenden Lagereigenschaften und insbesondere des sog. Nachlagerverhaltens ideale für den Export. Zum Einsatz kommt zum einen der Stülpkarton mit 18kg Nettogewicht. In Abhängigkeit der Kalibrierung der Äpfel wird je Karton 3 bis maximal 4 Lagen gelegt. Die Einlage besteht aus sog. Holzschliff. Zum anderen wird die 13kg-Doppellagersteige in einer verstärkten Ausführung eingesetzt. Darüber hinaus sind andere Gebinde ebenso möglich.

Im Jahr 2000 gründete Elbe-Obst mit anderen Partnern die Deutsche Obst-Export-Kontor GmbH (DOEK) mit Sitz in Bonn. Das DOEK wird beraten von der CMA Centrale Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V. (BVEO) und der AFC Gruppe. Ziel des Unternehmens ist die Förderung des Obstexports aus deutscher Produktion. Hierbei sollen alle Synergien der Deutschen Obstwirtschaft gebündelt werden. Das DOEK betreibt eine dauerhafte Repräsentanz vor Ort in Moskau und St. Petersburg.