Pflegemaßnahmen

Zu den wiederkehrenden Pflegemaßnahmen zählt die Boden-, Pflanzen- und Fruchtpflege sowie der Pflanzenschutz. Bei der mit schonenden Arbeitsgeräten durchzuführenden Bodenbearbeitung ist die Mineralstoffernährung der Obstkulturen durch Boden- und Blattproben auf den Bedarf der Pflanzen abzustimmen.

Durch häufiges Mulchen der mit Gras bewachsenen Fahrgassen wird eine gleichmäßige Wasser-, Humus- und Nährstoffversorgung erreicht. Zur Erneuerung des Fruchtholzes ist der Obstbaumschnitt ein wesentlicher Bestandteil der Pflanzenerziehung. Ziel ist die bessere Fruchtausfärbung und Lichteinstrahlausnutzung.

Durch den systematischen Einsatz natürlicher Begrenzungsfaktoren zur Schädlingsbekämpfung, z. B. durch die Förderung von Nützlingen, wird die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln erheblich eingeschränkt. Zum Schutz der Pflanzen vor pilzlichen Erkrankungen und tierischen Schaderregern dürfen zugelassene nützlings- und gewässerschonende Pflanzenschutzmittel gezielt eingesetzt werden.

Die Maßnahmen der Fruchtpflege beziehen sich auf die Behangsregulierung. Sie wird durch die 50% der Anbaufläche abdeckende Frostschutzberegnung, die Betäubung mit gezielt aufzustellenden Bienenvölkern und die Handausdünnung zur Entfernung geschädigter Früchte durchgeführt.

Der Pflanzenschutz nach den Richtlinien des Integrierten Obstanbaus wird nach dem Schadschwellenprinzip durchgeführt. Dabei wird das Auftreten von tierischen und pflanzlichen Schadenerregern und Nützlingen mit Hilfe verschiedener Kontrollverfahren zahlenmäßig erfaßt. Bei Überschreiten wirtschaftlicher Schadschwellen werden neben in der integrierten Produktion zugelassene Pflanzenschutzmittel vorzugsweise nützlingsschonende mechanische, biotechnische und biologische Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet.